6 Dinge, die Paare in glücklichen Beziehungen anders machen

In der Welt der Paartherapie hebt der großartige Paartherapeut Dr. John Gottman, der seit Jahren mit seiner Frau Dr. Julie Gottman in seinem Love Lab forscht, eine besondere Gruppe von Paaren hervor: die sogenannten "Master-Paare".

Diese Paare unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von anderen und zeigen, dass auch häufige Streitigkeiten nicht zwangsläufig zu einer unglücklichen Beziehung führen müssen.

Doch was macht diese Master-Paare, die es schaffen, glückliche Partnerschaften zu leben, aus?

Finde hier heraus, was Du von Ihnen lernen kannst, um Deine Beziehung zu verbessern.

1. Schaffe eine Kultur der Wertschätzung

Es klingt so einfach, aber es ist superwichtig: Zeige Deinem Partner regelmäßig, wie sehr Du ihn schätzt. Das kann ein Dankeschön für die alltäglichen Kleinigkeiten sein oder ein Kompliment für etwas Besonderes. Diese kleinen Gesten der Wertschätzung haben eine große Wirkung, denn laut den Gottmans braucht es ein 5:1 Verhältnis positiver zu negativer Interaktionen, damit Beziehungen langfristig erfolgreich und erfüllt sind.

Kritisch wird es in Beziehungen dann, wenn wir beginnen unsere:n Partner:in negativ mit anderen Menschen zu vergleichen. Uns auf die positiven Handlungen und Eigenschaften zu konzentrieren, stärkt nicht nur das Selbstwertgefühl des Gegenübers sondern auch die Bindung.

2. Nutze Schiebetürmomente

Schiebetürmomente sind Momente, in denen eine Person versucht Verbindung mit der anderen aufzunehmen. Das kann eine einfache Frage sein, beispielsweise danach was Du heute zum Abendessen möchtest, das kann aber auch ein Schlichtungsversuch nach einem Streit sein.

Stell Dir vor, Du sprichst jemanden wiederholt an und die Person reagiert einfach nicht. Du würdest Dich zurückziehen, oder?

Sich einander in solchen Schiebetürmomenten zuzuwenden ist also extrem wichtig, um einander zu zeigen, dass euch die Verbindung zueinander wichtig ist. Natürlich klappt das nicht immer und das ist ok, dennoch sollten wir uns die Zeit nehmen, so oft wie möglich auf diese sogenannten “Beziehungsangebote” einzugehen.

3. Verwandle Konflikte in konstruktive Dialoge

Auch die besten Paare haben Konflikte. Der Trick ist, wie wir mit Konflikten umgehen. Master-Paare schaffen es, festgefahrene Situationen aufzubrechen und in einen konstruktiven Dialog zu verwandeln.

Das bedeutet oft, sich erstmal die Zeit zu nehmen, das eigene Nervensystem zu regulieren, denn wenn wir geflutet sind, sind wir physisch nicht zu einem Dialog in der Lage. Erfolgreiche Paare nutzen außerdem häufig Humor, um kritische oder verzwickte Situationen zu entschärfen.

Meiner Erfahrung nach haben vor allem Menschen mit einem ängstlichen Bindungsstil häufig die Tendenz, zu schnell zu versuchen, die Harmonie wiederherzustellen. Meist sind sie selber noch gar nicht dazu bereit und auch das Gegenüber spürt das.

Unsere Emotionen finden im Körper statt. Bevor wir wirklich in Verbindung gehen können, braucht es meist Zeit und Raum, um das Stresshormon Cortisol abzubauen. Je mehr wir in Gedanken um die Situation kreisen, desto länger dauert es, denn unsere Gedanken triggern unsere Emotionen immer wieder.

4. Akzeptiere und respektiere Deinen Partner

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist die Akzeptanz des anderen, so wie er ist – mit allen Macken und Eigenheiten. Schon meine Mama hat immer gesagt: “Du kannst nicht versuchen Deinen Partner zu verändern.” - Und sie hatte absolut recht!

Wir bringen als Menschen nicht nur einzigartige Qualitäten und Eigenschaften mit, wir haben auch unterschiedliche Geschichten und Erfahrungen. Andersartigkeit ist der häufigste Grund für Konflikte und es braucht offene und liebevolle Kommunikation und aktives Zuhören, um die Perspektive des anderen zu verstehen.

Das bedeutet, das wir lernen dürfen, wirklich neugierig zu sein und zu hören, was der andere sagt, ohne sofort zu urteilen oder zu unterbrechen. Oft heißt das auch, unsere eigenen Trigger zu beobachten ohne direkt zu reagieren.

5. Repariere Beziehungsrisse rechtzeitig

Nach einem Streit ist es wichtig, die emotionalen Risse zu heilen. Das ist nur logisch, denn wenn die Risse zu groß werden, die Wunden zu tief, gibt es irgendwann keine Basis mehr für eine glückliche Partnerschaft.

Übernimm Verantwortung für Deinen Teil des Konflikts und arbeite aktiv daran, die Beziehung zu reparieren. Das zeigt Deinem Gegenüber, dass Dir die Beziehung wichtig ist und Du bereit bist, an einer Lösung zu arbeiten.

Die meisten Konflikte sind irrational und basieren auf den ganz persönlichen Triggern einzelner Personen. Umso wichtiger ist es, dass wir nicht immer versuchen, alles auszudiskutieren und zwanghaft Recht haben zu wollen, sondern versuchen, die andere Person zu verstehen.

6. Kenne und kommuniziere Deine Bedürfnisse

Klarheit über die eigenen Bedürfnisse ist ein wesentlicher Faktor in glücklichen Partnerschaften, damit wir uns nicht selbst verlieren.

Es ist wichtig, dass Du weißt, was Du brauchst und dass Du in der Lage bist, diese Bedürfnisse klar zu kommunizieren. Setze liebevoll Grenzen, wenn nötig, und respektiere auch die Grenzen Deines Gegenübers.

Das hilft, Missverständnisse zu vermeiden und sorgt für eine gesunde Beziehungsdynamik.

Human Design und somatisches Coaching können wertvolle Methoden für Dich sein, um Deine eigenen Bedürfnisse besser kennenzulernen.

Fazit

Integriere diese Aspekte in Deinen Beziehungalltag, um Deine Beziehung zu stärken! Es geht nicht darum, alles richtig zu machen, sondern darum, eine tiefe Verbundenheit und ein starkes Fundament zu schaffen, auf dem beide Personen sich wertgeschätzt und verstanden fühlen.

Probier es aus und sieh selbst, wie sich Deine Beziehung zum Positiven verändert!

Von Herzen

Josefine

 
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