Vom Hamsterrad in die Lebendigkeit: mein Weg
Ein ganz normaler Körper, der mir viel zu dick vorkam.
Was für ein wilder Ritt!
Nachdem ich vor zwei Wochen die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie und zur systemischen Coach abgeschlossen habe, bin ich letztes Wochenende in meine berufsbegleitende Ausbildung zur systemischen Therapeutin gestartet.
Meine erste Life-Coaching-Ausbildung habe ich 2017 parallel zu meiner Yogalehrer:innen-Ausbildung in Berlin begonnen.
Ich sehe mich noch voller Enthusiasmus an einem heißen Sommertag durch die Straßen Berlins radeln, während ich meiner Mama erzähle, dass ich den Vertrag unterschrieben habe. (Natürlich mit Kopfhörern in den Ohren ;))
Damals war mir nicht klar, dass ich damit nach meinem Studium in Eventmanagement und ersten frustrierenden Berufserfahrungen einen zweiten Bildungsweg einschlage.
Wenn ich eins nicht wollte, dann: im Hamsterrad zu funktionieren.
Ich habe mir jede Kalorie vom Mund abgespart.
Es war die erste wirklich große Entscheidung, die ich ganz alleine getroffen habe. Die erste Ausbildung, die ich komplett alleine finanziert habe. Der erste Schritt auf einem beruflichen Weg, den ich gemacht habe, ohne dass mir jemand rückversichert hat, dass ich das kann.
Aus dieser Ausbildung kam ich mit der Vorstellung raus, dass die Welt nur auf einen Life-Coach wie mich wartet. Was ich völlig unterschätzt hatte, war, wie viel persönliche Entwicklung mich noch erwarten würde, um wirklich den Raum für andere halten zu können.
Es hat zwei Jahre im Van und fünf Jahre Kinderwunsch gedauert, bis ich erkannt habe, dass gerade weder eine Nomadin noch ein Kind durch mich geboren werden möchte, sondern Freiheit, Lebendigkeit und Verbundenheit.
Mitten in der Kinderwunschzeit, ich habe mich einfach nur unwohl gefühlt.
Räume, in denen Menschen sich selbst begegnen können. In denen sie gehalten und gesehen werden. In denen sie sich sicher genug fühlen, mehr und mehr von sich zu zeigen und sich nicht mehr kleinzuhalten. Räume, in denen wir uns nicht nur persönlich entwickeln, sondern auch in Beziehung mit anderen gehen können.
Denn nach wie vor ist das für mich wahres Glück: dieses Leben, so wie es ist, durch diesen Körper und in erfüllten Beziehungen mit anderen Menschen zu erfahren.
Manchmal muss ich mich selber kneifen, wo ich heute stehe.
Die kleine Josi, deren Unsicherheit oft mit Arroganz verwechselt wurde, hätte nie für möglich gehalten, dass sie ein Retreat fast ausbucht (vielleicht ist der allerletzte Platz ja deiner).
Die Berliner Partymaus, die in Situationships vergeblich nach Liebe gesucht hat, würde staunen, wenn sie wüsste, was für eine erfüllte Ehe sie heute lebt und gestaltet.
Die junge Frau mit Essstörungen, die sich so einsam und verloren gefühlt hat, hätte sich nie vorstellen können, dass Menschen sie für ihre Freiheit und Lebensfreude feiern.
Ich bin so gespannt, was hier in Zukunft noch alles entsteht.
Einer meiner ersten Circles
In jedem Fall habe ich richtig Lust, im 1:1 mit dir zu arbeiten und mit dir deine Lebendigkeit wieder zu entdecken, so wie ich meine wiedergefunden habe.
Ich habe Lust auf Kula – auf eine Gemeinschaft des Herzens. Nicht beim Kaffeetrinken mal wieder austauschen, sondern neue Erfahrungen gemeinsam machen, an ihnen wachsen, aus ihnen lernen, sie gemeinsam feiern.
Wenn das genau das ist, wonach du dich sehnst, bist du hier richtig und ich freue mich, wenn du bleibst und diesen Weg mit mir weiter gehst.
Deine Josefine